Siberian Husky
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Der Husky - Verhalten

Wie ist das Grundverhalten des Siberian Huskies und
wie verhält er sich im Alltag ?
Wie verhalte ich mich als Halter richtig ?

Allgemeines zum Siberian Husky
Die Siberian Huskies sind bei genügend Auslastung sehr ruhige, ausgeglichene und gelassene Hunde. Sie strahlen genauso wie andere nordische Rassen einen starken Charakter aus. Sie sind nicht ängstlich, haben einen Sturkopf und sind sehr menschenlieb. Huskies haben eine sehr feine Körpersprache die oft durch die dominante Schwanzhaltung von anderen Hunderassen missverstanden wird und dadurch Provokationen erzeugt. Deswegen verstehen sich Schlittenhunde (auch Wolfs- und Spitzhunderassen) untereinander besser.
Der Siberian Husky sollte kein aggressives Verhalten aufweisen. Aufgrund ihrer Eignung als Schlittenhund braucht die Rasse natürlich viel Auslastung, geistig, wie auch körperlich. Bekommen sie diese nicht, kann das zu Verhaltensstörungen führen (viele Huskies die in einfachen Familienverhältnissen hierzulande aufwachsen, erleiden Depressionen und können auch aus Unsicherheit anderen Hunden gegenüber aggressiv reagieren).

Richtiges Verhalten gegenüber der Nordischen Schlittenhunderasse
Besonders wichtig ist konsequentes und routiniertes Arbeiten. Ihr müsst ein Vertrauensverhätnis aufbauen, das bekommt ihr nur hin wenn ihr euch in bestimmten Situationen immer gleich verhaltet (immer die gleichen Befehle benutzt, immer die gleiche Körpersprache, in der richtigen Situation die richtige Stimmlage), ihn beschützt (vor anderen Hunden oder anderen Lebewesen) und vorallem selbstsicher auftretet. Dazu zählt natürlich auch bei mehreren Familienangehörigen die richtige Absprache.
Ihr müsst aufpassen, dass der Hund nicht die Kontrolle in der Mensch-Hundbeziehung übernimmt. Wie man das alles richtig macht könnt ihr i.d.R. nur praktisch erlernen. Leider bringen das aber auch viele Hundetrainer nicht wirklich auf die Reihe, oftmals sind sie selbst nicht in der Lage die nordischen Schlittenhunde richtig zu verstehen.
Dazu ein Beispiel: die Nordischen heben als Beschwichtigung gerne mal die Leftzen, oft soll dieses Verhalten unterdrückt werden, dabei möchte der Hund damit nur mitteilen, dass es ihm die Situation unangenhem ist, bzw. ihm etwas zu weit geht. Dieses Verhalten beruht auf ganz normaler Kommunikation und ist auch sehr wichtig für die Hunde. Hunde die das nicht dürfen werden unsicher und könnten agressiv reagieren. Außerdem werden selbstständige Verhaltensmerkmale oft unterdrückt, welche aber bei den Nordischen unbedingt berücksichtigt werden sollten. Ein nordischer Schlittenhund wird nie so gut hören wie beispielsweise ein Schäferhund oder Labrador. Sie testen immer mal wieder aus wo eure Grenzen. Dabei ist auch wieder eure Standhaftigkeit sehr gefragt.
Halter dieser Rassen sollten sich spezifisch mit dem Verhalten von Schlittenhunden auskennen und besonders die nonverbale Kommunikation bevorzugen (Beschwichtigungssignale*), weil man dann am besten das feinfühlige Verhalten dieser Rasse bemerkt. Körperliche Gewalt, Treten, Ziehen und Zerren an der Leine sind absolut kontraproduktiv und fördern lediglich Unsicherheit, dies trifft natürlich auf alle Hunde zu.


* "Beschwichtigungssignale"
Das richtige Verhalten als Mensch dem Hund gegenüber ist natürlich für alle Hunde sehr wichtig. Doch bei Schlittenhunden spielt es eine noch viel wichtigere Rolle.
Die Beschwichtigungssignale geben sich Hunde um miteinander zu kommunizieren. Ein Mensch erkennt die meisten dieser Signale nicht. Doch wenn man sich ein bisschen damit beschäftigt, lernt man sehr viel über seinen eigenen Hund. Beschwichtigungssignale können Zähne zeigen oder Schwanzwedeln sein, aber auch einfach nur eine bestimmte Körperhaltung. Hunde der "Urtyprassen" haben noch weitaus mehr Arten zu kommunizieren als die meisten bekannten Haushunderassen. Aus diesem Grund ist es für andere Hunderassen oft schwer alles was der "Urtyp-Hund" sagt zu verstehen, was zu Provokationen führen kann. Man sollte als Mensch diese Signale erkennen können und richtig darauf reagieren. Diese Signale hier aufzuführen würde den Rahmen sprengen. Man sollte sich deshalb im Voraus gut belesen. Wir empfehlen u.a. das Buch "Calming Signals - Die Beschwichtigungssignale der Hunde" von "Turid Rugaas". Da werden relativ simple die Beschwichtigungssignale beschrieben. Dieses Buch würden wir auch jeden erfahrenen Hundehalter empfehlen.

Siberian Husky

Jagdtrieb und seine Fassetten
Der Siberian Husky hat einen ausgeprägten Jagttrieb, darum sollte man diese Rasse möglichst nicht von der Leine lassen. Es könnte sonst passieren, dass der Hund "hinter alle Berge" ist, egal wie laut man ihn ruft und egal wie gut er erzogen sein mag. Viele Menschen unterschätzen das Thema und sagen gerne "das wird schon gehen". Bedenkt aber bitte folgendes: 1. Situation -> Wenn ihr euch mit anderen Hunden trefft und euer Hund immer an der Leine sein muss, stößt das oft auf Unverständnis, bzw. auch auf Provokation den anderen Hunden gegenüber und auch selbst würde man dem Hund gerne diesen Gefallen tun, ihn los zu machen. Doch der Trieb kann urplötzlich kommen (dies kann bis zum Tode führen, wenn der Hund z.B. vor ein Auto läuft ect., abgesehen von immensen Kosten). 2. Situation -> Man kann mit Nordischen durchaus Beifuß gehen, aber auch das ist bei diesen Hunden eine schwierige und zeitraubende Angelegenheit. Die Hunde wollen nicht doof herum laufen und ihr Geschäft vollrichten. NEIN, sie wollen arbeiten, sie wollen ziehen z.B. am Bauchgurt/Wagen/Fahrrad/Schlitten/Skiern usw. Nordische Schlittenhunde sind, im Sinne was man in unserem Land unter einem Hund versteht, keine alltagstauglichen Hunderassen, d.h. mit "gassie gehen" ist es nicht getan. Da man diese Hunde in den meisten Fällen also weder von der Leine machen kann, noch spazieren gehen keine alltägliche Lösung ist. Genau darüber sollte man sich im vorneherein im klaren sein, das man unbedingt aktiven Sport mit dieser Hunderasse regelmäßig betreiben muss.

Weitere Informationen auch unter: "Haltung"


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