Siberian Husky
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Der Husky - Haltung

Wie sollte man einen Sibierian Husky, bzw. Nordische Schlittenhunde halten?
Was gehört zur Pflege und Fütterung alles dazu?
Wieviel Auslauf braucht diese Hunderasse wirklich ?

VORWORT

Was die optimale Haltung bei nordischen Schlittenhunden ausmacht, darüber könnte man stundenlang diskutieren. Die Ansätze die hier beschrieben werden, sind nur Vorschläge zur optimalen Haltung aus unserer eigenen Sicht.


NUR IM RUDEL

Man sollte einen nordischen Schlittenhund möglichst unter keinen Umständen alleine halten. Sie sind Rudeltiere und brauchen ihr Rudel. Ein Rudel fördert die Sozialisierung ungemein und die in einem Rudel aufwachsenden Hunde sind wesentlich ausgeglichener als solche, die einzeln aufwachsen. Hierbei ist es wichtig, dass auch der Zweithund ein nordischer Schlittenhund bzw. ein Hund der Klasse "Urtyp" ist, denn oft können andere Rassen den Nordischen nicht das Wasser reichen. Es kann z.B. passieren, dass einer der Hunde depressiv wird bzw. keine Harmonie zwischen den beiden Hunden entstehen kann. Ein Mensch kann einen Rudelpartner nur bedingt ersetzen. Sollte es unter dummen Umständen doch dazu kommen das man einen Nordischen alleine halten muss, so sollte rund um die Uhr jemand da sein, der sich um den Hund kümmern kann.


GRUNDSTÜCK ODER ZWINGER ?

Bei einer Haltung von bis zu vier Hunden braucht man nicht unbedingt einen Zwinger. Ein relativ großer Auslauf ist wichtig. Das Ganze ist natürlich auch ein zusätzlicher Kostenfaktor: Damit meine Hunde ggf. auch alleine im Garten bleiben können, habe ich ca. 1500qm Grundstück mit stabilen Doppelstabmatten (h=1,85m) eingezäunt. Die Kosten dafür betrugen insgesamt über 7000€. Huskies sind Kletterkünstler oder graben gerne metertiefe Löcher im Garten. Da dieses Verhalten stark triebgesteuert ist, ist es eher schwierig, den Hunden vollkommen abzugewöhnen.
Wir empfehlen jedem die Hunde auch ins Haus zu lassen, weil sie dann nicht so abgetrennt von ihren Besitzern sind und sich die Bindung untereinander bessert.

Weitere Informationen auch unter: "Verhalten"

Husky nach getaner Arbeit im Garten


AUSGANG, AUS- UND BELASTUNG

Die optimale Auslastung für einen nordischen Schlittenhund bietet das Ziehen von Lasten. Es gibt allerdings auch andere Varianten, um einen Nordischen auszupowern. Nordische Schlittenhunde sind hoch intelligente Hunde, sodass nicht nur die körperlich Auslastung, sondern auch die geistige sehr wichtig ist.

Es gibt eigentlich zwei Schwierigkeiten, was die Auslastung eines Nordischen anbelangt:
1. Wie laste ich ihn im Winter aus (wo er extrem aktiv wird)? und
2. Was mache ich mit ihm im Sommer? (wo er körperlich nicht so stark agieren kann)

Nordische sind ja bekanntlich für den Schnee geboren. Im Winter, besonders wenn Schnee liegt, sind Schneeschuhwanderungen (Hund am Bauchgurt) sehr empfehlenswert sowie in erster Linie natürlich das Arbeiten der Hunde beim Ziehen (am Schlitten, beim Baumstämmerücken, an den Skiern etc.).

Im Sommer gibt es das Problem, dass es einfach zu warm ist für das dicke Fell der Schlittenhunderassen. Man kann in diesem Falle also den Hund einerseits körperlich nicht zu stark belasten, muss ihn aber andererseits ausreichend fördern. Hier empfehlen wir mit dem Hund z.B. an einem See baden zu gehen, da Nordische i.d.R gerne schwimmen. Auch ausgiebige Wanderungen im Wald mit dem Hund am Bauchgurt ("dog-trekking") sind super. Bei zu warmen Temperaturen muss man was Abwechslung angeht sehr einfallsreich sein, auch hier sind Spiele und das Lernen von neuen Befehlen sehr angebracht.

Hier mal ein kleiner Überblick, wie man bei bestimmten
Temperaturen seinen Nordischen belasten kann:
< - max. 12C° je nach Luftfeuchte am Wagen/Schlitten/Fahrrad/Joggen/Wandern
< - max. 15C° Fahrrad/Joggen/Wandern/Baden
< - max. 20C° Joggen/Wandern/Baden
< - max. 25C° Wandern/Baden
ab ca. 25C° - > Baden
Bitte beachten: Diese Werte sind abhängig von dem
Zustand des Hundes und sind auch nicht bei jedem Hund anwendbar!

Husky im Wasser

Welche Distanzen man am Schlitten / Wagen / Fahrrad / beim Joggen / Spazieren / Wandern ect. zurücklegt, hängt vom Training und Alter der Hunde ab. Manche Musher trainieren mehrmals die Woche bis zu 40Km, andere nur alle zwei Tage bis zu 10Km. Es heißt allerdings nicht dass Hunde mit weniger Trainingsdistanz weniger ausgepowert sind. Wie ausgelastet der Hund ist hängt davon ab, wie viel man mit ihm trainiert. Trainiert man große Distanzen, so sollte man diese auch möglichst beibehalten. Grundsätzlich ist bei Nordischen eine ausreichende und gleichmäßige Auslastung sowie eine gute geistige Förderung unabdingbar, damit es den Hunden gut geht und sie gesund bleiben. Dies ist eine wesentlich größere Aufgabe und Herausforderung an den Hundebesitzer eines nordischen Schlittenhundes als bei den meisten anderen Hunderassen.

Weitere Informationen auch unter: "Verhalten"


PFLEGE

Alle nordischen Schlittenhunde besitzen Deckhaar und Unterwolle, je nach Rasse stärker oder weniger stark ausgeprägt. Dieses Fell schützt die Hunde vor Kälte und Sonne. Es sollte möglichst niemals geschoren werden (Ausnahme Woolies) und nicht mit Shampoo gewaschen werden (ausgenommen im Krankheitsfall, wenn vom Tierarzt empfohlen), da sonst die darauf liegende Fettschicht beschädigt werden würde. Auch im Falle, dass sich der Hund in Kot oder verwesten Tieren gewälzt hat, sollte man den Hund nur mit klarem Wasser abspülen.

Die Unterwolle verlieren die Hunde mehrmals im Jahr. In der Zeit der Haarung sollten die Hunde mehrmals wöchentlich gebürstet werden, um die überflüssige alte Unterwolle zu entfernen und Juckreize sowie Gestank zu verhindern.
Staubsaugen in der Wohnung wird dann zum neuen Hobby ;-).

Die Krallen müssen eigentlich nicht gestutzt werden, weil sie sich durch genügend Bewegung selbst abnutzen. Sollte man durch deutliches "Klacken" beim Laufen auf dem Asphalt dennoch feststellen, dass die Krallen zu lang sind, empfehlen wir sie beim Tierarzt stutzen zu lassen.

Fell/Haut/Kot sollte regelmäßig auf Ungezieferbefall geprüft werden und das Gebiss auf Zahnsteinbildung.
Regelmäßige Besuche beim Tierarzt sind immer empfehlenswert. Das Optimum wäre wenn der Tierarzt für nordische Hunde spezialisiert ist, damit das Risiko von Komplikationen besonders bei Operationen (mit Narkose) gesenkt ist.


FÜTTERUNG

Jeder Hund braucht seine optimale Menge an Futter damit es ihm gut geht und er die optimale Leistung bringen kann. Je nach Größe und Bewegung bekommen die Hunde das richtige Futter.

Trockenfutter (TroFu)
Die meisten Musher füttern Trockenfutter, da es die einfachste und preiswerteste Variante des Fütterns ist. Allerdings sind hierbei oft Inhaltsstoffe unnötig, die zu Allergien führen können. Der Preis für das Trockenfutter kann monatlich pro Hund je nach Qualität zwischen 20 und 120€ liegen. Wenn man Trofu füttert hat man oft damit zu kämpfen, dass es dem Hund nicht schmeckt. Oft vermischt die Futtermittelindustrie u.A. Zucker und Getreide, damit die Hunde es besser annehmen. Dies Inhaltsstoffe schaden dem Hund auf Dauer.

Biologisch-Artgerechte-Roh-Fütterung (BARF)
Wir empfehlen folgende Variante an Futter: BARF = Biologisch-Artgerechte-Roh-Fütterung.
Wie der Wortlaut schon sagt, werden rohe, unbearbeitete Nahrungsmittel gefüttert, die aus der Natur der Hunde/Wölfe stammen (ausgewähltes Gemüse, Früchte und rohes Fleisch (ausgenommen Schwein).
Die Gründe für diese Art der Fütterung liegen auf der Hand.
Um einige zu nennen: durch das Kauen von Knochen und Fleisch besteht so gut wie kein Kariesrisiko, dass Magendrehrisiko wird vermindert, das Fell glänzt mehr und die Hunde haben mehr Beschäftigung und Spaß beim Fressen. Allerdings ist die Regulierung der verschiedenen Nährstoffe sehr schwierig und das Futter ist regionsbedingt ziemlich teuer (zwischen 60€ und 150€ monatlich pro Nase). Man sollte besonders darauf achten, abwechslungsreich zu füttern (Leber, Niere, Herz, Stichfleisch, Fisch etc.). Außerdem empfehlen wir Fleisch/Fisch nur am Stück, Knochen zum kauen, Gemüse nur püriert (mit etwas Öl) und möglichst keine von den günstigeren Mixpaketen zu füttern (u.a. weil Inhaltsstoffe dort oft sehr minderwertig sind). Allgemein ist gewolftes Fleisch (mit Außnahme bei Welpen und kranken Hunden) nicht zu empfehlen, meist ist es um ein vielfaches mehr mit Keimen/Bakterien belastet und auch die Breiform kann das Magendrehrisiko fördern, da das Futter zu schnell im Magen landet.
Bei BARF sollte man die Hunde besser draußen füttern, da es sonst in der Wohnung wie in einem Schlachthof ausschaut.
Es gibt im Internet sehr viele Informationen und auch gute Bücher zu diesem Thema.

Allgemein
Bei der Fütterung ist es wichtig, dass der Hund genügend Ruhe beim Fressen hat und nicht von Artgenossen oder Menschen gestört wird.
Wir füttern ausgewachsene Hunde 2 Mal am Tag, einmal in der früh und einmal abends (bei Welpen 3-4 Mal am Tag).
Auch nach dem Füttern sollte der Hund mind. 2h Ruhe bekommen, weil in dieser Zeit die Verdauung einsetzt und besonders bei großen Hunden ein erhöhtes Magendrehrisiko besteht. Wenn die Hunde nach dem füttern eine kurze Runde toben, ist das aber normal und das dürfen sie auch, dass hängt mit der Energiezufuhr aus dem Futter zusammen und ist ein natürliches Verhalten, welches i.d.R. nicht zur Magendrehung führt.
Wenn der Hund von seinem Futternapf weggeht, sollte der Napf (möglichst Zeitnah) weggestellt werden, egal ob er leer ist oder nicht. Damit übernimmt der Hundebesitzer ganz klar einen Teil seiner Führungsrolle, indem er zeigt, dass er bestimmt wann es Futter gibt und dies nicht dem Hund überlässt, es gibt auch noch andere Gründe, ich möchte das jetzt nicht ausweiten.
Man sollte dem Hund rund um die Uhr Wasser zur freien Verfügung stellen. Dies ist vor allem bei Trockenfutterfütterung sehr wichtig, weil sie besonders da einen großen Bedarf an Wasser haben. Bei BARF befindet sich ein großer Wasseranteil im Blut und im Fleisch selbst.


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